Auch wenn es oft nicht bedacht wird: ein großer Teil des wissenschaftlichen Arbeitens findet eben nicht isoliert am Schreibtisch, sondern im kommunikativen Austausch mit der wissenschaftlichen Gemeinde statt. Dort bekommt man häufig entscheidende Hinweise und Anregungen und kann das eigene Vorgehen und die erzielten Ergebnisse konstruktiver Kritik aussetzen, bis sie den wissenschaftlichen Standards entsprechen. Da eine so junge Disziplin wie die Gesprächsforschung nicht auf etablierte Transfer-Netzwerke zugreifen kann, habe ich mich bemüht, die dafür notwendige Infrastruktur aufzubauen:
Freiburger Arbeitstagung zur Gesprächsforschung
Seit 1995 organisiere ich - zunächst zusammen mit Alexander Brock (Leipzig), jetzt mit Arnulf Deppermann (Frankfurt) die "Freiburger Arbeitstagung zur Gesprächsforschung".Hier werden neue Projekte und allgemeine Entwicklungen vorgestellt und diskutiert.Berichte über die Tagungen 2000-2002 finden sich als PDF zum Herunterladen in der Online-Zeitschrift "Gesprächsforschung".

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Mailliste zur Gesprächsforschung
Damit man auch zwischen den Treffen im Gespräch bleiben kann, habe ich die Mailliste zur Gesprächsforschung eingerichtet, über die ein permanenter Austausch von Informationen, Stellenangeboten, Anfragen und Einladungen möglich ist. Zur Zeit hat sie fast 500 Mitglieder.

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Web-Portal zur Gesprächsforschung
Für Außenstehende und den Nachwuchs ist es schwierig, einen Überblick über eine so heterogene Disziplin wie die Gesprächsforschung zu gewinnen. Deshalb habe ich das Internet-Portal zur Gesprächsforschung aufgebaut, das Informationen zu einzelnen Fachvertretern, Forschungprojekten, Tagungen und sonstigen Informationsquellen anbietet.

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Online-Zeitschrift zur Gesprächsforschung
Durch die interdisziplinäre Ausrichtung der Gesprächsforschung waren einschlägige Untersuchungen und Studien bisher in ganz unterschiedlichen Publikationsorganen zu finden, wenn Sie überhaupt als thematisch relevant eingestuft wurden. Seit dem Jahr 2000 hat die Gesprächsforschung eine eigene Fachzeitschrift, die auch gezielt auf die besonderen Arbeitsbedingungen in der Gesprächsforschung eingeht, indem sie neben Studien, Rezensionen und Tagungsberichten auch Beiträge zur Anwendung und zur Forschungspraxis anbietet.

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Verlag für Gesprächsforschung
Für immer mehr Verlage ist ein Buch kein Kulturgut mehr, sondern nur noch Ware, deren Vermarktung betriebswirtschaftlich optimiert werden muss. Das führt dazu, dass viele wichtigen Fachbücher keine Neuauflage erfahren, wenn sie einmal vergriffen sind, oder schon nach kurzer Zeit makuliert werden, weil die Lagerhaltung zu kostspielig ist. Viele wichtige Studien werden entweder gar nicht mehr verlegt oder zu Preisen angeboten, die sich weder Bibliotheken noch Forscher leisten können.

Als Reaktion auf diese Situation habe ich - mit der Unterstützung von Gisela Brünner und Reinhard Fiehler - den Verlag für Gesprächsforschung gegründet. Er soll für den Bereich der Gesprächsforschung dafür sorgen, dass wichtige, aber nicht mehr verfügbare Fachtexte wieder zugänglich werden. Darüber hinaus publiziert der Verlag auch neue Untersuchungen, die von der schnellen und günstigen Verbreitung im Internet profitieren können.Ebenfalls verlegt werden bisher nicht publizierbare Textsorten wie Diplom- oder Magisterarbeiten oder die "grauen Reihen" wissenschaftlicher Institutionen.

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